Bukarest – Drohnen-Alarm über Rumänien! Während Russland die Ukraine mit neuen Angriffen überzog, drang am Donnerstagmorgen ein Fluggerät in den Luftraum des Nato-Staates ein – und stürzte auf rumänischem Boden ab.
Die Drohne kam über den Norden des Kreises Botoșani, flog rund vier Minuten durch rumänischen Luftraum und ging schließlich nahe Solca im Kreis Suceava nieder. Zwei rumänische F-16 stiegen auf, die Behörden schickten Warnmeldungen an die Bevölkerung. In vier Orten wurde der Schulunterricht zeitweise ausgesetzt. Am Absturzort fanden die Einsatzkräfte eine kleine Drohne. Verletzte, Brände oder Schäden gab es nach Angaben des Verteidigungsministeriums bislang nicht.
Schon zuvor hatte es weiter südlich Alarm gegeben: Nahe Tulcea entdeckten die Radare mehrere Flugziele über der Ukraine. Zwei spanische F-18, die zur verstärkten Nato-Luftraumüberwachung in Rumänien stationiert sind, stiegen auf.
Auch das Nachbarland Moldau meldete vier Drohnen-Eindringlinge. Die Behörden sperrten deshalb den Luftraum im Norden des Landes vorübergehend. Brisant: Ausgerechnet jetzt sorgt ein Bericht über eine Warnung der US-Geheimdienste für zusätzliche Unruhe in Europa.
Brisanter CIA‑Bericht warnt vor Putins Schattenflotte
Nach Informationen der spanischen Zeitung „El Mundo“ haben US-Geheimdienste Erkenntnisse über mögliche russische Drohnen-Angriffe auf Spanien, Frankreich und Italien mit europäischen Regierungen geteilt. „El Mundo“ habe von einer Quelle aus dem Umfeld des litauischen Verteidigungsministeriums erfahren, dass CIA-Direktor John Ratcliffe (60) nach seiner Moskau-Reise am 25. August vor möglichen Eskalationsplänen gegen Nato-Gebiet gewarnt habe. Die CIA hat die berichtete Warnung bislang nicht öffentlich kommentiert.
Das Szenario wäre eine neue Dimension: Russland könnte dem Bericht zufolge sogenannte Gerbera-Drohnen in Containern auf Handelsschiffen, sogenannten Schattenflotten, verstecken und anschließend vom Mittelmeer aus starten. Die kleinen Fluggeräte sollen etwa 600 Kilometer weit fliegen können und vier bis fünf Kilogramm Sprengstoff tragen. Als mögliche Ziele werden Häfen, Energie- und Kommunikationsanlagen genannt.