Freiheit für die Löwen! Nach 15 Jahren mit Investor Hasan Ismaik (49) hat der TSV 1860 München den Stecker gezogen: Sie haben den damals geschlossenen Kooperationsvertrag gekündigt! Auslöser für den Mega-Knall: Ismaik hatte am 21. Mai plötzlich und unerwartet bereits genehmigte Darlehen gestrichen, und damit am Ende den Verein am Mittwoch in die Regionalliga gestoßen. Denn: Das benötigte Geld für die Drittliga-Lizenz (2,7 Millionen) floss nicht.
Jetzt hat der Verein die Reißleine gezogen und den Kooperationsvertrag einseitig gekündigt. Die Löwen fletschen die Zähne. Zu welchem Preis wird sich am Ende noch zeigen.
BILD weiß: Bis spät in die Nacht am Mittwoch arbeiteten die Vereinsvertreter rund um Präsident Gernot Mang (57) an der Kündigung, am Donnerstag wurde alles von Anwälten geprüft. Um 19.15 Uhr verkündete es der Verein: Die Kooperation mit Ismaik wurde beendet. Ob der jordanische Geschäftsmann dagegen klagen wird, steht noch nicht fest. Sein Investment von rund 80 Millionen Euro über die letzten 15 Jahre ist derzeit so gut wie nichts mehr wert.
1860 München teilt in der Pressemitteilung mit: „Der TSV München von 1860 e.V. hat den am 30. Mai 2011 geschlossen Kooperationsvertrag mit der HAM Internaions aus wichtige Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt.“
Weiter schreibt der Verein: „Mit Blick auf die Saison 2026/27 ergreift der TSV 1860 München alle organisatorischen und formalrechtlichen Maßnahmen. Dem Verein liegt bereits die Zulassung des Bayerischen Fußballverbandes für die Regionalliga Bayern vor.“
Der Investor lässt die Löwen im Regen stehen, jetzt schicken sie ihn in die Wüste
Fakt ist: Das Spielrecht liegt nun beim e.V., damit werden die Löwen in der Regionalliga antreten, wohl unter dem Namen TSV 1860 München e.V. Die ausgegliederte KGaA, an der Ismaik 60 Prozent der Anteile hält (49 davon stimmberechtigt) existiert faktisch noch, durch die Kündigung des Kooperationsvertrags hat sie aber das so wertvolle Spielrecht, das benötigt wird, um Lizenzen zu beantragen, verloren.
Nächster Knall: Wie BILD erfuhr, bleibt wohl Ex-Bundesligastar Florian Niederlechner (35/u.a. Augsburg, Freiburg, Hertha BSC) an Bord, auch eine Rückholaktion von Ex-Kapitän und Fan-Liebling Jesper Verlaat (30/sein Drittligavertrag wurde nicht verlängert) ist in Planung.
Bei den Löwen beginnt also eine neue Zeitrechnung. Eine neue Spielbetriebsgesellschaft soll gegründet und neue Partner gewonnen werden. In der Vergangenheit hieß es immer von solventen Interessenten: ‚Sobald die Situation mit Ismaik geklärt ist, stehen wir bereit.‘
Das wird sich jetzt zeigen.