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Die 5 wichtigsten Punkte des Gipfels: So stark war die Nato lange nicht

Die 5 wichtigsten Punkte des Gipfels: So stark war die Nato lange nicht
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Ankara – Auch wenn es beim Nato-Gipfel in Ankara vorübergehend ziemlich hitzig zuging. Am Ende des Gipfels steht eine Reihe von Beschlüssen, die sich sehen lassen können. Und die das stärkste Verteidigungsbündnis der Welt noch stärker machen. Die BILD-Analyse der fünf wichtigsten Punkte:

1. Aufrüstung der Ukraine

Die Verbündeten (ohne USA) machen dem von Russland überfallenen Land eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen – allein für dieses Jahr 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung. Und 2027 geht die Militärhilfe „mindestens auf diesem Niveau“ weiter (Gipfelerklärung). Für den nach Ankara gereisten ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist das ein Grund zum Jubeln. Die Nato-Staaten machen damit klar: An der Front zu Russland wird die Sicherheit des gesamten transatlantischen Raums verteidigt.

2. Neue Rüstungs-Bank

Die Staats- und Regierungschefs sprachen auch über eine neue internationale Bank, die Verteidigungsprojekte finanzieren soll („Defence, Security and Resilience Bank“). Europa-Sitz der in Kanada angesiedelten Bank wird Luxemburg. Das Institut soll Regierungen bei der Finanzierung ihrer Rüstungsausgaben helfen – alles im Sinne des angestrebten Ziels, dass 2035 jeder Mitgliedstaat fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Verteidigung stecken soll.

3. Waffenkäufe und Drohnen-Offensive

Nato-Generalsekretär Mark Rutte kündigte „neue Verträge“ über Waffenkäufe im Wert von Dutzenden Milliarden an, „die uns die entscheidende Ausrüstung für Abschreckung und Verteidigung liefern“. Außerdem soll sich die Zahl ausgebildeter Drohnenpiloten bis Ende 2027 verfünffachen. Und die Nato-Staaten nehmen im Rahmen der Initiative „Drone Edge“ weitere 34 Milliarden Euro in die Hand. So wollen sich die Nato-Staaten auf immer stärker mit Drohnen geführte Kriege vorbereiten.

4. Solidarität untereinander

Weiter gilt der zentrale Passus in der Nato-Beistandsverpflichtung, der in der Abschlusserklärung auch mit Donald Trumps Einverständnis wiederholt wird: Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle.

5. Ganz starker europäischer Pfeiler

Die europäischen Länder übernehmen deutlich mehr Verantwortung in der Verteidigung (inklusive direkter Ukraine-Unterstützung). Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU): „Wir bauen eine europäischere NATO, damit die Nato transatlantisch bleiben kann.“ Die frühere „Trittbrettfahrerei“ der Europäer sei nun eben zu Ende.

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