Washington – Auf dem Menü standen Sesamkrusten-Seebarsch mit geschmortem Baby-Pak-Choi, gerösteter Aubergine und Sauce Verte – beim Besteckgeklapper ging es aber auch um die Zukunft der Künstlichen Intelligenz und der Welt. US-Präsident Donald Trump (80) schmiss beim Mega-Gipfel für Chinas KP-Chef Xi Jinping (73) ein opulentes Staatsbankett im East Room des Weißen Hauses. Ein Schmaus nach einem langen Tag – mit von First Lady Melania Trump (56) choreografierten Musikeinlagen, roter Dekoration und Blütenarrangements.
Amerikas Tech-Titanen im Weißen Haus
Zum „State Dinner“ war Amerikas Tech-Elite geladen: Jeff Bezos (62, Amazon), Elon Musk (55, SpaceX/Tesla), Sundar Pichai (54, Alphabet), Michael Dell (61, Dell), Jensen Huang (63, Nvidia), Sam Altman (41, OpenAI), Tim Cook (65, Apple) und Mark Zuckerberg (42, Meta) wurden erwartet. Allein die Tech-Titanen repräsentieren Firmen mit einem kombinierten Börsenwert von fast 24 Billionen Dollar – rund viereinhalbmal die jährliche Wirtschaftsleistung Deutschlands. Eingeladen waren auch weitere Schwergewichte aus US-Konzernen und Finanzinstituten, darunter Albert Bourla (64) vom Pharma-Giganten Pfizer sowie die Top-Banker Jamie Dimon (70, JPMorgan Chase) und Jane Fraser (59, Citigroup).
Trump will im KI-Rennen vorne bleiben
Die Symbolik: Trump wollte im Rennen um die KI-Vorherrschaft, wie er es sieht, Flagge zeigen und seinem Gast imponieren. Der Gipfeltag begann mit zeremoniellem Pomp und militärischen Paraden. Danach berieten Trump und Xi drei Stunden lang – erst unter vier Augen, dann mit ihren Verhandlern – über Streitpunkte und mögliche Kooperationen.
Trotz anhaltender Konflikte hat Trump die Verbindungen mit Peking als besser denn je dargestellt. „Präsident Xi und ich sind uns bewusst, dass wir unterschiedliche Systeme vertreten“, sagte Trump. „Doch die Bande zwischen unseren Völkern bestehen fort, und wir haben uns noch nie so gut verstanden wie jetzt.“
Beim Dinner wurde als Top-Thema der rasante Aufstieg und die wachsenden Sorgen rund um die „Künstliche Intelligenz“ erwartet. Beide Präsidenten wollen, wie sie oft klarmachen, an der Weiterentwicklung der Technologie festhalten. Finanzminister Scott Bessent (64) hatte vor dem Gipfel aber zumindest einen Sicherheitsmechanismus vorgeschlagen – eine Art „Rotes Telefon“ wie im Kalten Krieg, über das bei Krisen, etwa mit autonomen Militärsystemen, Alarm geschlagen werden könnte. Das Rennen um die KI-Vorherrschaft bleibt aber brutal: Die USA beschränken Chinas Zugang zu KI-Top-Chips, Peking holt mit eigenen Innovationen stark auf.
Trump zeigte seinem Gast Bauprojekte
Neben Kohle und KI zeigte Trump, der sich gerne auch als Washingtons Chefbaumeister versteht, seinem Gast auch die Baustelle des gerade entstehenden Mega-Ballsaals am Ostflügel des Weißen Hauses und den neuen Helikopterlandeplatz am Südrasen – mit Granitplatten und Präsidentensiegel. Beides Lieblingsprojekte des Republikaners. Trump behauptete plötzlich, der chinesische Machthaber „liebe Granit“. Xi schwieg. Wer von den beiden Präsidenten letztendlich beim anderen auf Granit biss, blieb abzuwarten.