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KISS-Legende teilt bewegende Geschichte: Gene Simmons rührt US-Veteranen

KISS-Legende teilt bewegende Geschichte: Gene Simmons rührt US-Veteranen
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Washington D.C. (USA) – Er hat nach mehr als 50 Jahren im Rock-Geschäft viele Geschichten zu erzählen. Aber wenn er über seine Mutter Flora (†93) spricht, spricht KISS-Legende Gene Simmons (76, „I Was Made for Lovin’ You“) so leise und emotional wie sonst nie. Wer dabei vor ihm sitzt und aufmerksam zuhört, spielt keine Rolle. Am Geburtstagswochenende der USA saßen ihm Zuhörer gegenüber, die fast alle über 100 Jahre alt waren. Ihnen erzählte der KISS-Bassist vom Leben seiner Mutter – einer Holocaust-Überlebenden. Eine Geschichte, die Simmons ihnen auch dank BILD weitergeben konnte.

Der Co-Leadsänger von KISS traf nämlich elf amerikanische Veteranen im Rahmen der Feierlichkeiten zur 250-Jahr-Party in der Hauptstadt Washington D. C.. Die ehemaligen Weltkriegs-Soldaten waren mit der Best Defense Foundation als Ehrengäste eingeladen. Bevor sie der Rede von US-Präsident Donald Trump (80) zuhören und das spektakuläre Feuerwerk genießen konnten, kam Simmons zu ihnen.

Der Musiker dankte den Veteranen für ihren Einsatz während des Zweiten Weltkriegs und erzählte dabei seine ganz persönliche Geschichte. Viele Details über das Leid seiner Mutter erfuhr er erst vor einigen Jahren – bei einem Termin mit BILD.

Mutter von Gene Simmons überlebte Nazi-Lager

Flora Klein hatte als ungarische Jüdin mehrere Konzentrationslager überlebt und war kurz vor Kriegsende im Mai 1945 von US-Soldaten gerettet worden. Einzelheiten ersparte die Mutter des Rock-Riesen ihrem Sohn. Zu BILD sagte er: „Egal, wie alt ich wurde. Immer, wenn wir uns verabschiedet haben, steckte sie mir noch einen Apfel zu oder etwas zu essen.“ Es war ihre Art, mit dem Hunger und den Entbehrungen ihrer Gefangenschaft umzugehen.

Durch BILD hatte Simmons erfahren, in welchen unterschiedlichen Lagern die Mutter war, und wann genau sie sich von Verwandten verabschiedet hatte. Bei den Veteranen bedankte sich Simmons stellvertretend für viele ihrer einstigen Kameraden.

Prominenter Veteran unter den Zuhörern

Unter ihnen war auch ein prominenter Oldie. Der „Opinator“ – wie BILD Andrew Bostinto (101) liebevoll betitelte. Bostinto gilt als ältester Bodybuilder der Welt und war der erste Mentor in den USA für den späteren Weltstar Arnold Schwarzenegger (78). BILD sorgte für einen Gruß des Terminators zum 100. Geburtstag und brachte die beiden so nach Jahren wieder zueinander.

Simmons erzählte vor Bostinto und den aufmerksamen Veteranen, wie ihm seine Mutter vom eigenen glücklichen Überleben u.a. im KZ Mauthausen berichtet hatte. „Sie hatte eine Ausbildung als Friseurin gemacht und machte dem Lagerkommandanten die Haare. Vorher hatten die Deutschen gefragt, wer Deutsch sprechen kann. Die Mädchen, die aufzeigten, kamen alle in die Gaskammer. Meine Mutter konnte Deutsch, aber sie meldete sich nicht. Die Nazis wollten nicht, dass sie belauscht werden können.“

Die bewegende Begegnung zeigt: Auch Jahrzehnte nach Kriegsende darf das Grauen von damals nicht vergessen werden. Gene Simmons und die Veteranen sorgen dafür, dass die Geschichten nicht in Vergessenheit geraten.

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