Politik

Parteitag in Erfurt: Jetzt greift die Jugend der AfD nach der Macht

Parteitag in Erfurt: Jetzt greift die Jugend der AfD nach der Macht
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Erfurt – Macht-Poker in der AfD: Die AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ (GD) will künftig über den Kurs der Partei mitentscheiden – beim Parteitag in Erfurt (Samstag und Sonntag) will der AfD-Nachwuchs Schlüsselpositionen besetzen. GD-Chef Jean-Pascal Hohm (28) kandidiert für den Vorstand. Seine Chancen stehen gut. Doch das reicht dem AfD-Nachwuchs nicht. Mehrere Anträge im Antragsbuch zeigen: Die „Generation Deutschland“ will künftig den Kurs der Rechtsaußen-Partei mitbestimmen.

Konkret: Ein GD-Politiker soll mit in die Bundesprogrammkommission. In diesem Gremium entscheidet die Partei über ihr Grundsatzprogramm, das aktuell überarbeitet wird. Dort beraten AfD-Fachpolitiker über die grundsätzlichen Standpunkte der Partei, zum Beispiel zur Außenpolitik, zur Verteidigung, zum Sozialen oder zur Migration.

Dazu sollen zwei Nachwuchspolitiker in den „Bundeskonvent“ und ein GD-Mitglied in die „Schatzmeisterkonferenz“ aufgenommen werden. In diesen Gremien geht es um Haushaltsplanung und Finanzverteilung der Partei. Bislang hat die GD in diesen wichtigen Runden nichts mitzureden – doch das soll sich jetzt ändern.

GD-Chef Hohm: „Wollen Innovationsmotor sein“

Der AfD-Nachwuchs mit Jean-Pascal Hohm (28) an der Spitze soll mächtiger werden. Besonders AfD-Chefin Alice Weidel (47) will die GD zur Kaderschmiede für die Partei machen, die Parteijugend gilt als Weidel-nah. Hohm zu BILD: „Wir wollen Innovationsmotor sein und die Zukunft der AfD aktiv mitgestalten.“ Dazu sei es „hilfreich, in den wichtigsten Gremien der Partei mitreden und mitentscheiden zu können“.

Die AfD-Jugend hat der Partei schon mächtig Ärger eingebrockt. Die GD-Vorgängerorganisation „Junge Alternative“ (JA) war bis zur Auflösung vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft. Der Verfassungsschutz warnt auch in seinem aktuellen Bericht vor der GD: „Der Verlauf des Gründungskongresses und die gewählten Bundesvorstandsmitglieder deuten auf eine große personelle und inhaltliche Kontinuität zur aufgelösten JA hin.“ Heißt: Der Verfassungsschutz schaut bei der GD ganz genau hin.

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